Vallee Traouieroalamoureux 1
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Vallee Traouieroalamoureux 1

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Alexandre Lamoureux

Die Korrigans von TraouïéroEin Tal zwischen Natur und Legende

Die Korrigans von Traouiéro

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Strahlender Sonnenschein heute Morgen! Ideale Bedingungen, um sich die Beine zu vertreten. Meine Freunde aus Doubs, die vor einer Woche angekommen sind, kennen den GR34 und unsere schönen Strände wie ihre Westentasche. Aber es gibt einen Ort, den sie noch nicht kennen – immerhin 57 Hektar groß –, der Natur, Geschichte und Legenden vereint … eine Mischung, die ihnen sicher gefallen wird: Ich spreche vom herrlichen Tal der Traouïero.

Anfahrt

Naturwanderung

Ich zögere, diesen Ausflug alleine zu machen. Schließlich entscheide ich mich für eine Führung – dabei lernt und entdeckt man so viel mehr! Ich schaue im Reiseführer „Les espaces naturels s’animent“ nach den Terminen. Das trifft sich gut: In zwei Stunden findet eine statt!
Wanderschuhe angezogen, Kamera und Wasserflasche im Rucksack – los geht’s. Treffpunkt ist einer der Eingänge zum Vallée des Traouiéro, zwischen dem Ort Trégastel und der Gezeitenmühle von Ploumanac’h. Ach, die müssen wir uns auch noch ansehen!

Vor uns liegen drei Stunden Wanderung

Aber Achtung: ganz in Ruhe! Wenn wir dieses Unterholz betreten, haben wir das Gefühl, in eine andere Welt zu gelangen! Kein Geräusch ist zu hören außer dem Gesang der Vögel und dem Plätschern des kleinen Baches Kerougant, der die Grenze zwischen den Städten Perros-Guirec und Trégastel markiert. Um von einem Ufer zum anderen zu gelangen, steigen wir über einen Grabstein aus dem Jahr 1833. Ziemlich überraschend, aber damals war es durchaus üblich, ihnen ein zweites Leben zu schenken!

Eine unberührte Naturlandschaft

Die Geruchssinne sind in Alarmbereitschaft! Die Vegetation ist üppig und sehr vielfältig. Eichen und Kastanienbäume bilden ein Blätterdach, das uns stellenweise den Blick auf den Himmel versperrt. Als begeisterter Pflanzenliebhaber ist mein Freund Guillaume im„siebten Himmel“. Im Laufe des Spaziergangs entdecken wir einen über 300 Millionen Jahre alten Farn, Königsfarn und verschiedene Flechten… Was mich betrifft, so habe ich große Wissenslücken bei den Namen der Pflanzen, aber einige erkenne ich wieder: Heidekraut, Stechginster, Venusnabel – ein hübscher Name!

Zur Geschichte

Auch unser Reiseführer kommt nicht zu kurz! Acht Granitsäulen zeugen von einer früheren Laufbrücke, über die Granitblöcke mit Wagen vom Steinbruch in den unteren Teil des Tals transportiert wurden.

Ein Ort des Lebens und des Durchgangs

Wir stehen nun vor der Höhle des Aussätzigen … die einst von einem Einsiedler bewohnt wurde; man kann noch seine in den Granit gehauene Mulde erahnen, in die ihm wohlmeinende Menschen Essen hinterließen; dann folgt die Höhle der Schmuggler, in der während des Krieges Pferde versteckt wurden – und die auch als Treffpunkt für verliebte Paare diente. Ich stelle mir allerdings die Echtheit dieser Erzählungen in Frage! Man kann sich vorstellen, dass dieses Tal ziemlich belebt war!

Was die Legenden angeht

Und die Korrigans? Nun, auch sie hatten ihre Höhle! Laurent, der ein wenig hinterherhinkte, wird plötzlich hellwach! Legenden sind sein Steckenpferd! Aber zu diesem Thema haben wir uns zu einem nächtlichen Erzählspaziergang in eben diesem Tal verabredet. Taschenlampe mitbringen, man weiß ja nie! Es wäre unschön, wenn man versehentlich auf einen kleinen nächtlichen Bewohner treten würde!

Letztendlich drei Stunden … die vergehen wie im Flug!

Sobald die Sonne untergegangen ist, kommen die Korrigans aus den Tiefen der Erde hervor, um zu tanzen und zu singen – aber Vorsicht, wenn ihr ihnen begegnet…

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