Beschreibung
Ein Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Mercredis de l’Espace des sciences“ mit Marie-Yvane Daire, Archäologin und Forschungsdirektorin am CNRS (Centre de Recherche en Archéologie, Archéosciences, Histoire, CReAAH).
Die Küste der Bretagne verfügt über ein reichhaltiges Kulturerbe mit Tausenden von archäologischen Stätten aus allen Epochen, von der Frühgeschichte bis zur Gegenwart. Zwar sind einige Überreste gut erhalten, insbesondere auf den Inseln und Inselchen, doch sind sehr viele Fundstätten mehr oder weniger kurzfristig vom Verschwinden bedroht. Die Küsten sind nämlich den Auswirkungen des Klimawandels ausgesetzt, zu denen insbesondere Erosion und Oberflächenabfluss sowie extreme Wetterereignisse gehören, ganz zu schweigen von den Folgen der zunehmenden menschlichen Nutzung der Küstengebiete.
Angesichts dieser doppelten Herausforderung – des Verlusts an Kulturerbe und wissenschaftlichen Erkenntnissen – sehen sich Archäologen heute mit einer dringenden Notwendigkeit konfrontiert, diese archäologischen Stätten zu untersuchen, bevor sie vollständig verschwinden. Da es unmöglich ist, diese Überreste physisch zu schützen, werden Lösungen umgesetzt, die auf dem Prinzip der „Erhaltung durch Erforschung“ und auf partizipativen Wissenschaften basieren.




